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Betamensch

Indie-Rock

Heldentrauma

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Was soll man sagen… da stempeln sich diese drei Nürnberger in ihrem Band-eigenen Promo-Text erst mal selbst zu Vollbart-Neidern und Ach-vielleicht-doch-lieber-erst-morgen-könnte-ja-schiefgehen-Einredern, ja man ist fast versucht zu sagen: Nürnberger Würstchen, ab – nur um dann mit umso wuchtigeren Indie-Rock um die Ecke zu biegen, der mal sowas von das Gegenteil beweist.

Betamensch sind eine dieser Bands, die die seltene Fähigkeit mitbringen, Songs zurechtzuzimmern, die sich schon während des ersten Hörens dermaßen in den Gehörgang fräsen, dass man schon beim zweiten Chorus aus voller Kehle mitsingt. Und natürlich: Mit dem Arsch wackelt. Denn auch wenn Betamensch mit ordentlich drückenden Gitarren daherkommen, zwingt der schon fast prototypisch nach 2000er-Nordengland-Indie klingende Beat (man mag sich hier oder dort mal wohlwollend an die Kollegen von Maximo Park oder The Pigeon Detectives erinnert fühlen), in Kombination mit Ohrwurm-verdächtigen Melodien das Publikum praktisch auf die Tanzfläche – oder in diesem Fall wohl -rasen.

Neben den zugegebenermaßen schon an sich fetten Riffs, die Basser Nick Andrade und Sänger-Gitarrist Miguel Mayorga da rausbuttern und dem von Johannes Pressl ordentlich geprügelten Schlagzeug, darf man sich für den beachtlichen Wumms im sonst sehr filigranen Indie-Sound wohl bei Mr. Schmackes-im-Sound himself, Flo Nowak, bedanken, seines Zeichens unter anderem Ex-Gitarrist der 5Bugs und Produzent für so illustre 3-Akkord-Schrammler wie unsere Lieblings-Schwaben Itchy Poopzkid oder auch Jennifer Rostock.

Na dann: Ab auf die Green Juice Stage mit euch und das mit dem Vollbart wird schon noch!