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Turbostaat

Deutschpunk

Es tut doch weh

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Ganz recht, das hier ist mal wieder eine Band-Bio. Definition: ein möglichst kompakter Text, der den/die Leser/in möglichst eindringlich motiviert, sich die Show der Band anzusehen und dementsprechend gespickt ist mit reich verzierten Komplimenten gegenüber der Band und ihrer Musik.
Wenn man eine Band-Bio zu der Gruppe Turbostaat aus Flensburg verfasst, hat es allerdings nicht das Geringste mit Vorschusszückerchen zu tun, darin den unbestreitbar gewichtigsten Silberrücken im Affenhaus des Deutschpunk 2017 anzukündigen. Und jeder, der schon einmal den einen oder anderen Berührungspunkt mit der Band hatte, weiß, dass das nichts als eine Tatsache ist.
Nicht zuletzt, da die Band in ein und derselben Besetzung steil auf ihr zwanzigstes Jubeljahr zugeht – und sich in all der Zeit stoisch gelassen in jedem Moment darüber im Klaren war, in welche Szene sie gehört und auf welche große Musikbusinesskirmes eben nicht.
Sicherlich aber auch, da Turbostaat mit jeder ihrer bislang sechs Platten Atmosphären zu schaffen wussten, dass es einem ein ums andere Mal unheimlich werden konnte. Live knüpft die Band konsequent nahtlos daran an.
Egal welches Album man sich zum zigsten Mal anhört oder das wievielte Konzert man besucht: diese Musik fährt einem jedes Mal aufs Neue durch den ganzen Leib, schmeckt wie am Hochseekrabbenkutter geleckt, pfeift einem gnadenlos um die Rübe wie ein Nordseesturm – und wärmt manchmal sogar innerlich wie ein friesischer Grog.

 

Dieser Künstler tritt beim Green Juice Special #2 am 30.09.2017 auf und gehört nicht zum untenstehenden Line Up des Green Juice Festivals.

Artist Picture

Turbostaaton Stage